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Fällung der Linde vor der Ev. Kirche

Artikel vom 25.11.2021

Nicht leicht gemacht hat man sich im Rathaus die Entscheidung um das NaturdenkmalLinde bei der Ev. Kirche“.

Aufgrund der stark reduzierten Vitalität des Baums hat die Gemeindeverwaltung bereits im März die Untere Naturschutzbehörde bei einem Vorort-Termin um Rat gebeten, um eine angemessene Entscheidung im Hinblick auf die bevorstehenden Baumaßnahmen im Ortskern zu treffen. Die Untere Naturschutzbehörde hat nach Besichtigung des erkrankten Baums ein Gutachten über die Untersuchungen des Wurzelbereichs gefordert, das die Gemeindeverwaltung daraufhin beauftragt hat. Anfang Juli wurde dann mit einem Saugbagger der Wurzelbereich der Linde geöffnet. Die Untersuchung durch das Fachbüro ergab fehlende Stark- und Haltewurzeln auf der Nordwestseite sowie Holzfäule im Stamm- und Wurzelbereich auf der Nordostseite. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die zahlreichen Schädigungen im Starkwurzelbereich zur weiteren Ausbreitung der Stockfäule führen und letzlich dann zum Absterben der Linde. Da die Standsicherheit als gefährdet eingestuft war, hat das Landratsamt am 26.07.2021 eine Fällgenehmigung erteilt.

Mit der in den Auflagen geforderten Artenschutzfachlichen Stellungnahme, sollte der Baum auf die Besiedelung des geschützten Großen Lindenprachtkäfers untersucht werden. Eine solche wurde nach der Untersuchung zwar ausgeschlossen, jedoch stellte die Gutachterin in ca. 12 m Höhe eine Höhlung auf der Kronensüdseite der Linde fest. Um der Zerstörung eines möglichen Tagquartiers von Fledermäusen zu entgehen, wurde daraufhin eine Fällung vor November untersagt. Im November befinden sich Fledermäuse für gewöhnlich in ihrem Winterquartier. Am Donnerstag, 18. November war es dann soweit. Die Linde wurde im Beisein der Fachgutachterin gefällt. Zuvor wurde die Baumkrone mit einer Hubarbeitsbühne angefahren, um die relevanten Höhlen zu begutachten. Im Abschlussbericht der Gutachterin heißt es „… Die Untersuchung ergab, dass die Höhlen nicht für Fledermäuse geeignet sind, da keine Höhle nach oben ausgefault ist. Eine Nutzung der Höhlen durch mulmbewohnende Käfer konnte ebenfalls nicht festgestellt werden, da keine bzw. keine geeigneten Mulmkörper (zu feucht) vorhanden sind.“

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