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Sicherer Schulweg

Artikel vom 09.09.2021

Nach den Sommerferien geht es wieder los: Die Schule beginnt. Für jedes Kind ist die Einschulung ein ganz besonderes Ereignis. Mit Spannung und Interesse gehen die Kinder, im wahrsten Sinne des Wortes, neue Wege. Und auch später, beim Wechsel in eine weiterführende Schule, erweitert sich mit dem neuen Schulweg der Wege-Radius, den sie bewältigen müssen.

Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger. Aufgrund ihres Alters und Entwicklungsstandes gehören sie im Straßenverkehr zu den schwachen Verkehrsteilnehmern.

Deshalb: Brems Dich! Schule hat begonnen.

Kurz vor der ersten Stunde und auch nach Schulschluss herrscht rund um Schulen ein reges Treiben. Kinder laufen eilig zu Bus oder Bahn. Andere möchten schnell mit dem Fahrrad nach Hause oder werden von den Eltern mit dem Auto abgeholt. In diesem Durcheinander ist es wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen und den Überblick behalten.

Straßenverkehr ist Stress, besonders für Grundschulkinder, die alles andere im Kopf haben als Autos oder Ampeln. Deshalb müssen sich Eltern Zeit nehmen, ihre Kinder mit den Gefahren auf dem täglichen Schulweg vertraut zu machen. Die wichtigsten Tipps.

  • Schulanfänger sind schnell überfordert
  • Schulweg so früh wie möglich und zur normalen Schulzeit üben
  • Verkehrshelfer geben den Kindern mehr Sicherheit auf dem Schulweg

Mit der Einschulung beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Eltern sollten rechtzeitig vor dem ersten Schultag den Weg zur Schule mit ihren Kindern üben. Dabei sind Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen erforderlich.

Darum haben es Grundschüler schwer!

Schulanfänger sind aufgrund ihres Entwicklungsstandes den komplexen Situationen des Straßenverkehrs nicht gewachsen und schnell überfordert.

  • Aufgrund ihrer geringen Körpergröße fehlt ihnen vielfach der nötige Überblick, und sie werden leicht übersehen.
  • Wegen ihrer kurzen Beine benötigen sie mehr Schritte und brauchen somit länger zum Überqueren einer Fahrbahn.
  • Kinder sind noch sehr ichbezogen: Sie denken, wenn ich das Auto sehe, dann sieht es auch mich.
  • Kinder lassen sich stark ablenken und sind spontan, wodurch Gefahren heraufbeschworen werden.
  • Kinder haben aber auch eine "lange Leitung": Für das Reagieren in einer nicht zu schwierigen Situation benötigen sie die 2,5- bis 3-fache Zeit eines Erwachsenen.
  • Kinder können erst in einem Alter von 10 Jahren rechts und links unterscheiden.

Kleine Kinder sehen und hören anders als Erwachsene!

  • Ihr Gesichtsfeld ist deutlich eingeschränkt, was besonders dazu führt, dass sie seitlich nahende Gefahren nicht so wie Erwachsene "aus den Augenwinkeln" erkennen können.
  • Geräusche können noch nicht sicher unterschieden werden. Und die Richtung zu bestimmen, aus der ein Geräusch kommt, ist gänzlich unmöglich.
  • Kinder sind benachteiligt, wenn es darum geht, aus dem "Geräuschsalat" wichtige, manchmal sogar lebenswichtige Geräusche herauszufiltern.
  • Wegen dieser Verhaltensweisen sind Kinder für die anderen Verkehrsteilnehmer unberechenbar.

Schulweg üben: So kommen Schüler sicher an!

Das Wichtigste zuerst: Üben Sie den Schulweg so früh wie möglich. Und zwar zur normalen Schulzeit, also nicht an Wochenenden oder während der Ferien. Nur dann herrschen realistische Bedingungen.

  • Gefahrenstellen auf dem Weg ausführlich besprechen.
  • Lieber einen etwas längeren Weg einüben, wenn dadurch Gefahrenstellen vermieden werden können.
  • Kinder am Anfang unbedingt begleiten und später das Verhalten unbemerkt kontrollieren.
  • Nicht ständig ermahnen und keine unnötige Angst vor möglichen Gefahren machen, lieber öfter loben.
  • Rollentausch: Kinder bringen die Eltern zur Schule und erklären selbst die Gefahrenstellen.
  • Walking Bus: Durch das Zufußgehen in die Schule werden die Kinder zu mehr körperlicher Aktivität motiviert, und gleichzeitig wird der Autoverkehr reduziert. Dazu werden Gehgemeinschaften gebildet, die entlang einer risikoarmen Strecke den Schulweg zurücklegen. Erwachsene begleiten den "Walking Bus" aus Sicherheitsgründen.

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