Aktuell: Gemeinde Frickenhausen

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Bürgerinfo - "Alte Ziegelei"

Artikel vom 03.08.2022

Seit vielen Jahren beschäftigen sich Gemeinderat und Gemeindeverwaltung mit der Gewerbebrache "Alten Ziegelei". Lange Jahre hat der ehemalige Besitzer das große Gebiet weder verkauft noch war eine Entwicklung sichtbar.

Erstmals hat sich der Gemeinderat in einer Sitzung im Juli 2013 mit der "Alten Ziegelei" beschäftigt. Damals wurde ich beauftragt mit dem Eigentümer in Gespräche einzutreten und zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten zu besprechen. Ein Jahr später wurden dann Baugrund- und Altlastenuntersuchen beauftragt und durchgeführt. 2018 wurden dem Gemeinderat 2 potentielle Käufer des rund 3,5 ha großen Areals präsentiert und man war sich einig, dass man mit der Firma Baustolz einen guten Partner für Entwicklung der Ziegelei gefunden hat. Es folgten Besichtigungen von bestehenden Gebieten und mehrere Sitzungen und Klausuren.

Mit dem nun, im Grundsatz, beschlossenen Städtebaulichen Entwurf werden alle Belange, die unsere vielschichtige Bürgerschaft benötigt, erreicht.

Pflegeheim und angrenzende Kindergarteneinrichtung im Süden:
Durch eine Kooperation zwischen der Firma Baustolz und unseres Pflegeheimbetreibers BeneVit können weitere rund 60 Pflegeheimplätze für unsere Bevölkerung angeboten werden. Unser bestehendes Haus Steinach ist eines der besten Pflegeheime in der Umgebung. Mit dem weiteren Pflegeheim von BeneVit, können wir unseren gehobenen Standard halten und unserer Bevölkerung die Chance geben, im Ort zu bleiben. Der direkt angebaute Kindergarten ist ebenfalls zwingend für die weitere Entwicklung unserer Gemeinde wichtig. Schon jetzt sind wir, besonders im Ortsteil Frickenhausen, sehr knapp mit Betreuungsplätzen ausgestattet. Der geplante Kindergarten ist nicht nur für neue Familien gedacht, sondern für die gesamte Bürgerschaft.

Vorentwurf "Alte Ziegelei"

Seniorengerechtes Wohnen im Westen:
44 Wohnungen sind für Senioren geplant. Die Wohnungen haben den Vorteil, dass sie baulich den Bedürfnissen von älteren Menschen angepasst sind. Es muss kein großer Garten mehr gepflegt oder unnötig das ganze Haus geheizt und gereinigt werden.

Mehrfamilienhaus mit 14 Wohnungen in der Mitte des Gebiets:
Auch an kleine Familien bzw. junge Paare mit weniger Finanzkraft ist gedacht. Wohnen in einem Mehrfamilienhaus ist grundsätzlich günstiger. Nicht jeder kann sich ein eigenes Wohnhaus leisten.

Doppel- und Reihenhäuser im Norden und Süden:
Weitere 55 Doppel- und Reihenhäuser runden das Gebiet ab. Durch die modulare Bauweise der Firma Baustolz werden die Wohnhäuser in einem Preissegment liegen, die vielleicht auch noch für Normalverdiener erschwinglich sind.

Gewerbeflächen in Norden:
Im nördlichen Bereich, Richtung Firma Beck Packautomaten, werden rund 3000 m² neue Gewerbeflächen entstehen. Diese können ein neues Zuhause für kleinere mittelständische Betriebe sein. Einige unserer Handwerksbetriebe haben bereits Interesse bekundet.

Parkhaus im Osten:
Im Osten des Gebiets, angrenzend an die Firmen HEMA und Dr. Paul Koch, entsteht ein großes Parkhaus mit über 250 Stellplätzen. Das Parkhaus dient vor allem auch dem Schallschutz zwischen Gewerbe und Wohnen. Insgesamt stehen im neuen Baugebiet über 300 Stellplätze zur Verfügung.

Weit mehr als die Landesbauordnung (LBO) fordert. Uns war es wichtig, dass nicht nur die Ziele der LBO eingehalten werden. Uns ist es wichtig, dass die
Lebenswirklichkeit abgedeckt wird - jede Familie hat heute im Schnitt 2 Pkw.

Sorgen und Ängste von angrenzenden Gewerbebetrieben und MSC:
Die Ängste und Sorgen der angrenzenden Betriebe und des MSC werden von uns ernst genommen. Die Gemeinde Frickenhausen ist unseren Gewerbebetrieben und Vereinen sehr zugetan. Und es liegt uns fern, irgendjemandem zu schaden. Deshalb sind zwei unabhängige Schallgutachter beauftragt worden Lösungen zu finden, wie man zum einen den MSC und zum anderen die bestehenden Gewerbebetriebe schützen kann. Sowohl Gewerbe als auch Motorsport lösen Lärm aus. Also muss das neu entstehende Wohngebiet von diesen Lärmquellen geschützt werden. Der Schallschutz besteht aus mehreren Teilen. Im anstehenden
Bebauungsplanverfahren werden insbesondere die Teile des Schallschutzes auf Herz und Nieren von den Trägeren Öffentlicher Belange geprüft. Selbstverständlichwerden in diesem Verfahren naturschutzrechtliche, verkehrstechnische und sonstige Belange geprüft und bewertet.

Weitere Schritte
Nach der Sommerpause wird der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan beschließen. Dann beginnt das eigentliche Verfahren, welches in der Regel zwischen 12 und 18 Monaten dauert. Einher zum B-Planverfahren gehen die Verhandlungen mit dem Investor bezüglich Infrastrukturkostenbeitrag und anderer wichtiger Details, die dann in einem Städtebaulichen Vertrag felsenfest verankert werden. Zum Schluss wird gebaut und ich bin fest davon überzeugt, dass wir für unsere Gemeinde eine weitere zentrale Baustelle/Brache beseitigt bzw. entwickelt haben. Dafür sind Gemeinderat und Gemeindeverwaltung da.

Ich wünsche Ihnen allen schöne und erholsame Sommerferien.

Ihr

Simon Blessing
Bürgermeister

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